"Wenn ein Bauer zum Beispiel Mais säen will, so bereitet er den Boden vor, lockert ihn auf, düngt und wässert ihn und schützt das Feld vor Unkraut, auch vor Tieren oder Menschen, die darauf herumtrampeln könnten.
Er vertraut darauf, dass das Maiskorn schon selbst weiss, wie es sich entwickeln muss. Einem Bauern würde es nicht einfallen ihm beizubringen, wie es Wurzeln schlagen, Stamm und Blätter formen und sich schliesslich zu einer Früchte tragenden Pflanze voll entwickeln soll."
Wir glauben, dass unsere Kinder nicht weniger intelligent sind als andere Lebewesen und dass sie fähig sind, ihrem eigenen Entwicklungsplan entsprechend zu wachsen und zu gedeihen, wenn wir sie mit Liebe und Respekt dabei begleiten und ihnen eine Umgebung schaffen, die ihren echten Entwicklungsbedürfnissen entspricht.
aus "Lebensqualität für Kinder und andere Menschen, Erziehung und der Respekt für das innere Wachstum von Kindern und Jugendlichen" von Rebeca Wild, Beltz Verlag 2001